Opfer
Fjodor Tschernow – ein russischer Fußballspieler, der in einem sehr verdächtigen Deal zum Viertel seines Marktwertes von „Neva“ Sankt Petersburg zu „Adler“ Adlerstein transferiert wurde. Sein Leichnam wurde im Stillsee gefunden. Die ursprüngliche Annahme, es könnte sich um einen Unfall handeln, wurde revidiert, als die Ergebnisse der Autopsie vorlagen.

Verdächtige
Carl Notebeck — Journalist, dessen gestohlenes Boot in der Nähe des Fundorts des Leichnams mit der DNS des Opfers gefunden wurde.
Adam Nockland — Politiker, Eigentümer des Fußballclubs „Adler“. Er wurde von Carl Notebeck der Geldwäsche für russische Oligarchen verdächtigt, wobei der Transfer von Fjodor nur einer der möglichen Deals sein soll. Seine Visitenkarte wurde auf dem Boot von Carl Notebeck gefunden. Adam wird auch verdächtigt, Kontakte zur Hooligangruppe „Night Wolves“ zu haben, die er anstiften soll, gegnerische Fangruppen zu schikanieren.
@Tschernowfan – Eigentümer eines Twitteraccounts, der ursprünglich zur Unterstützung von Fjodors Transfer gedacht war, sich aber aufgrund der miserablen Leistungen von Fjodor zu einem Hater entwickelt hat.
Fischer-Brüder — vor kurzem aus dem Gefängnis entlassene Hooligans, die zu den „Night Wolves“ gehören. Sie haben das Auto von Fjodor schwer beschädigt.
Boris Razorov – russischer Staatsbürger, der anscheinend irgendeine Verbindung zu Fjodors Vergangenheit in Russland und seinem seltsamen Transfer von „Neva“ zu „Adler“ hat.
Natalia Nikitina – Ärztin des Fußballclubs «Adler». Sie hat keinen offensichtlichen Grund, den Mord begangen zu haben.
Warum ist es Mord?
Bei der Autopsie wurde Wasser in Fjodors Lunge festgestellt, was normal bei einem Ertrunkenen ist. Doch beim Vergleich der Wasserproben vom Fundort des Leichnams
mit dem Wasser aus der Lunge ist ein Unterschied zu erkennen.

Im Wasser des Stillsees sind Diatomeen zu erkennen, die in der Lunge nicht vorhanden sind. Wäre er im Stillsee ertrunken, wären diese Diatomeen auch in der Lunge zu finden, wie aus dem betreffenden Wikipedia-Artikel hervorgeht.

Daher ist Fjodor nicht im Stillsee ertrunken, sondern an einem anderen Ort, und sein Leichnam wurde erst nach seinem Tod dorthin verbracht.
Ermittlungen
Carl Notebeck
Carl ist verdächtig, da in seinem Boot DNS-Spuren von Tschernow gefunden worden sind. Und da Fjodors Leichnam im See aufgefunden wurde, ist sein Boot möglicherweise zum Transport der Leiche verwendet worden.
Wie man dem Boarding-Pass von Carl entnehmen kann, flog er in derselben Nacht von Lissabon nach Adlerstein. Der Abflug war am 15.04.19 um 23:55 Uhr Ortszeit, was bei dem Zeitunterschied zwischen Portugal und Deutschland von 1 Stunde bedeutet, dass der Start erst um 0:55 Uhr am 16.04.19 deutscher Zeit erfolgte. Die durchschnittliche Flugdauer von Portugal zu einem Flughafen im Westen Deutschlands (z.B. nach Düsseldorf, Frankfurt oder München, wie leicht anhand echter Flugzeiten recherchiert werden kann) beträgt 3 Stunden. Carl kam somit erst frühestens um 3:55 Uhr in Adlerstein an, und da als Zeitpunkt des Todes etwa 4 Uhr angenommen wird, kann er nicht der Mörder sein.
@Tschernowfan
Nach der Lektüre der drei Seiten von Twitter ist deutlich, dass sich die Person, die anfangs ein Fan von Fjodor war, zu einem Hater entwickelt hat. Ihr letzter Eintrag lautet „Stirb Tschernow“. Das Motiv könnte also Enttäuschung und Hass auf den Spieler sein. Auf den Twitter-Seiten 1 und 2 ist ein Eintrag zu erkennen, der möglicherweise auf den originalen Twitteraccount der Person hinweist.

Der bei Twitter verwendete Code wird in Notebecks Notizbuch als „Freimaurer-Alphabet“ bezeichnet.

Entweder durch eigenes Verständnis oder mithilfe der Wikipedia-Seite
https://de.wikipedia.org/wiki/Freimaurer-Alphabet ist es möglich, den Benutzernamen „superrudi“ zu entschlüsseln.
Bei einem Besuch der Seite twitter.com/superrudi entdeckt man, dass die Seite von einem 13-jährigen Jungen ist. Ein Kind dieses Alters kann wohl kaum um 4 Uhr morgens einen 27 Jahre alten Fußballspieler ertränken.
Adam Nockland
Adam Nockland ist ein reicher und mächtiger Bürger Adlersteins, dem der örtliche Fußballverein gehört und der sich zur Wahl für das EU-Parlament stellt. Er hat ein sehr angespanntes Verhältnis zu Carl Notebeck, der ihn des doppelten Spiels und der Geldwäsche für russische Oligarchen beschuldigt.
Adam hat vor kurzem die 31 Jahre alte Natalia Nikitina geheiratet, die als Ärztin des Fußballvereins „Adler“ arbeitet und auf Twitter beim Gesundheitscheck von Fjodor bei dessen Ankunft im Verein zu sehen ist.
Wenn man sich den Umschlag des Privatdetektivs ansieht, erkennt man, dass Adam den Verdacht hat, dass ihn seine Frau betrügt. Der Privatdetektiv hat Beweise für eine Liebesbeziehung zwischen Natalia und Fjodor gefunden. Adam hat also ein starkes Motiv.
Wenn man sich den Umschlag genauer ansieht, ist dort Adams Telefonnummer für die Postzustellung notiert.

Auf der Liste der Telefonnummern, die am 16.04. einen Notruf getätigt haben, ist zu sehen, dass von dieser Nummer aus ein Anruf in Kronstadt erfolgt ist.

Der Vorfall betrifft eine 27-jährige Frau. Da sie bewusstlos war, kann sie nicht selber telefoniert haben, weshalb es möglicherweise Adam war, der angerufen hat.
Auf der Visitenkarte von Adam steht, dass er eine Sekretärin namens Jana Stabel hat. Auf dem Blatt mit den vermieten Y
achten steht, dass Jana am 15.04. die Yacht Andiamo gemietet hat.

Auf dem Flyer, der das große Yachtevent auf der Insel Zargen ankündigt, wird die Webseite adlerstein-marina.de erwähnt. Nach Zugriff auf diese Seite können wir mit dem Pressesekretariat sprechen und kommen so an die Informationen zu den Yachten. Wenn wir die erhaltenen Informationen mit den mittels GPS aufgezeichneten Yachtbewegungen vergleichen, sehen wir, dass die Yacht Andiamo in der Tatnacht zum 16.04. tatsächlich in Kronstadt war und Adam von dort aus einen Notruf wegen irgendeines Vorfalls mit Jana getätigt hat.
Außerdem bestätigt die Unterschrift bei der Rückgabe der Yacht, dass Adam an Bord war. Die Unterschrift auf seiner Webseite www.wähle-zukunft.de kann dazu als Vergleich herangezogen werden.

Dadurch wird bestätigt, dass Adam in der Mordnacht zusammen mit Jana in Kronstadt war und den Mord nicht persönlich ausgeführt haben kann.
Fischer-Brüder
Die Brüder gehören der Hooligangruppe „Night Wolves“ an, die Verbindung zu Adam Nockland haben soll. Daher könnte Adam sie mit dem Mord an Fjodor beauftragt haben. Außerdem wurden sie vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen, wo sie eine Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verbüßt haben. Carl Notebeck hat herausgefunden, dass sie das Auto von Fjodor stark beschädigt haben, was als Akt der Einschüchterung betrachtet werden kann.
Aus dem Untersuchungsbericht von Carls Boot geht hervor, dass die Polizei dort Fingerabdrücke einer unbekannten Person sichergestellt hat. Wie Carl erwähnt hat, lag sein Boot mindestens 6 Monate zu Reparaturzwecken im Hafen, weshalb angenommen werden kann, dass es die Fingerabdrücke des Mörders sind.
Da die Fischer-Brüder noch vor kurzem im Gefängnis waren, sind ihre Fingerabdrücke der Polizei bekannt. Also können sie in diesem Fall nicht die Schuldigen sein.
Natalia Nikitina
Natalia wird verdächtigt, ihren Mann Adam Nockland mit Fjodor zu betrügen. Das ist aber kein Motiv, ihn umzubringen. Außerdem sehen wir auf der Liste der vermieteten
Yachten, dass sie die Yacht Destiny gemietet hat.

Durch die Unterhaltung mit dem Yachtvlub (adlerstein-marina.de) finden wir heraus, dass sie in der Mordnacht zum Großen Yachttreffen nach Zargen gesegelt und dort geblieben ist.
Sie hat also ein Alibi und kein Motiv.
Boris Razorov
Wenn ihr euch das VISA-Dokument mit dem Stempel C1 und den Regeln der Deutschen Vertretung in Russland genau anschaut, seht ihr, dass sein Antrag, nach Deutschland zu reisen, für 1 Jahr zurückgestellt wurde.


Solltet ihr mittels der Zugangsdaten auf die Seite der Deutschen Vertretung in Russland zugegriffen und dort nach dem Profil von Boris Razorov gesucht haben, werdet ihr dort außerdem die Bestätigung für die Ablehnung seines Antrags finden und dass seine Fingerabdrücke nicht zu denen passen, die am Boot gefunden wurden.
Hier endet Carls Liste der Verdächtigen. Alle besitzen starke Alibis.
Es gibt aber einen weiteren Hinweis – einen Anhänger in Form eines halben Herzens, der in Carls Boot gefunden wurde. Daraus kann man schließen, dass eine Liebesbeziehung der Grund für die Tat ist. Wenn man sich Irinas Foto genau ansieht, kann man sehen, dass sie möglicherweise den zweiten Teil des Anhängers trägt und der Mörder immer noch mit ihr verbunden ist. Es ist aber nicht ihr Vater, denn der hat ein Alibi.


Es gibt eine weitere Person in dieser Geschichte – Rafael Karimoff. Er arbeitete als Sicherheitskraft im Adlerstein-Dorfpark und half Carl dabei, Informationen über Fjodor zu sammeln. Wie Carl in seinem Notizbuch vermerkt hat, ist Rafael kurz nach dem Mord an Fjodor verschwunden. Carl vermutet, dass das Geld der Grund war, das er für das von den Fischer-Brüdern beschädigte Auto bezahlen sollte. Dieses Auto ist auf dem Foto zu sehen, und wenn wir uns Rafaels Gesicht genauer anschauen, sehen wir dort ein Narbe.

Aus dem Artikel auf der russischen Webseite erfahren wir, dass Irina nur eine Woche vor ihrer Hochzeit verletzt worden ist und dass sie ihren Verlobten während des Studiums an der medizinischen Fakultät der Universität kennengelernt hat.
Bei genauer Betrachtung der Fotos aus dem Krankenhaus sehen wir nur eine Person ohne Maske, die eine ähnliche Narbe hat. Es ist Rafael! Somit hat Rafael einen sehr triftigen Grund, die Tat begangen zu haben, und außerdem hat er kein Alibi – daher denken wir, dass er der Mörder ist!

Wenn du verstehen möchtest, warum Raffael vor dem Vorfall ein Visum hatte, findest du die Antwort auf der Website der Deutschen Vertretungen in Russland.
Bei der Suche nach Irinas Profil (Razorow,Irina,1991) stellt sich heraus, dass Irina und Raffael am selben Tag einen Visumantrag stellten (vielleicht wollten sie gemeinsam nach einer Arbeit in Deutschland suchen?), der jedoch leider abgelehnt wurde.
Dennoch hatte Raffael die Möglichkeit, unmittelbar nach dem Vorfall, nach Deutschland zu ziehen, um Rache zu nehmen.
Unsere Vermutung, was geschehen ist:
Nach dem Unfall in Russland, Fjodors Flucht nach Deutschland und der fehlenden Unterstützung durch die russischen Behörden entschlossen sich Irinas Angehörige, sich zu rächen. Vielleicht war ihr Vater in den Plan involviert, aber das können wir nicht mit Sicherheit behaupten.
Rafael zog nach Deutschland und fand im Adlerstein-Dorfpark, in dem Fjodor viel Zeit verbrachte, eine Anstellung als Sicherheitskraft. Er begann, Fjodor zu beobachten und sein Verhalten, seine Pläne und Verbindungen zu studieren.
Eventuell wusste er auch Bescheid über die Affäre zwischen Fjodor und Natalia (der Ehefrau von Adam Nockland). Bei Nocklands Parteikongress im Dorfpark beschaffte er sich dessen Visitenkarte (oder er kam daran, als er Carl Notebecks Brieftasche stahl – Carl erwähnte das in seinen Notizen). Außerdem stand er in Kontakt zu Carl und wusste von dessen Absichten.
In der Mordnacht:
• Rafael nutzte die Gelegenheit, als Fjodor sich betrank und lange im Club blieb.
• Als studierter Mediziner kannte er sich mit Medikamenten aus und verabreichte Fjodor die Hypnotika.
• Er ertränkte ihn im Swimmig-Pool des Dorfparks (zu sehen auf dorfpark-adlerstein.de)

• Er besorgte sich Carls Boot, das im Hafen in der Nähe des Clubs lag.
• Mithilfe des Boots brachte er den Leichnam von Fjodor hinaus auf den Stillsee in der Absicht, es so aussehen zu lassen, dass Fjodor bei einem Bootsunfall verunglückte und anschließend ertrank.
• Für den Fall, dass entdeckt würde, dass es sich um Mord handelte, platzierte er Nocklands Visitenkarte im Boot, denn dieser wusste von der Affäre seiner Frau mit Fjodor, was ihn zum Hauptverdächtigen machte.
Aber er machte einen Fehler – er verlor den Anhänger, den er zusammen mit Irina gekauft hatte und der auf seine Spur führt. Daher ist nach unserer Überzeugung Rafael der Mörder und der Tatort ist der Pool vom Dorfpark
Bitte denkt daran:
Wie in der Einführung erwähnt wurde, sind wir weder Polizisten noch Ankläger. All unsere Ermittlungen haben privat stattgefunden. Alle Beweise und Fundstücke sollten den zuständigen Behörden übergeben werden, damit diese weitere Untersuchungen anstellen und eine offizielle Entscheidung treffen.